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Webseitenoptimierung Köln

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Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Köln

Land: Deutschland
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche (km²): 404,15
Höhe (m ü. NN): 77,8
Einwohner: 986.168
Einwohner pro km²: 2.434
KFZ-Kennzeichen: K
Postleitzahlen: 50441 – 51149
Vorwahlen: 0221, 02203, 02232, 02233, 02234, 02236
Website: http://www.stadt-koeln.de
Köln (bis 1919 auch Cöln, unter den Römern erst oppidum ubiorum, dann CCAA, Colonia Claudia Ara Agrippinensium, im Mittelalter Coellen und im Kölner Dialekt Kölsch Kölle genannt) ist nach Einwohnern und nach Fläche die viertgrößte Stadt Deutschlands sowie die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Die Stadt ist aufgrund ihrer 2000-jährigen Geschichte, ihres kulturellen und architektonischen Erbes und für ihre international bedeutenden Veranstaltungen bekannt.

1850 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000, womit Köln zur Großstadt im heutigen Sinne wurde. Durch Einbeziehung der Zweitwohnsitze bezeichnet sie sich heute als Millionenstadt; die Zahl der Erstwohnsitze lag jedoch nur 1975-76 durch vorübergehende Eingemeindungen über einer Million, seitdem knapp darunter.

Neben seiner Eigenschaft als Sitz weltlicher und kirchlicher Macht trug zur Bedeutung Kölns auch seine Lage am Schnittpunkt bedeutender West-Ost-Handelsstraßen mit dem Umschlag von Gütern auf dem Rhein beim Übergang von der Niederländer- zur Oberländerschifffahrt bei. Die Stadt wurde so zu einem bedeutenden Handelsstandort und ist heute der Verkehrsknotenpunkt mit dem deutschlandweit höchsten Eisenbahnverkehrsaufkommen (unter anderem im Kölner Hauptbahnhof, dem Rangierbahnhof Gremberg und dem größten Container- und Umschlagbahnhof des Binnenlandes Köln-Eifeltor). Der Rheinhafen zählt zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas. Köln hat seit langem eine überregionale Bedeutung für das Versicherungswesen und die Kultur, speziell für die Bildende Kunst. Die Karnevalshochburg ist außerdem Sitz vieler Verbände. Die zuvor darüber hinaus stark industriegeprägte Stadt hat im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts einen Strukturwandel zum Dienstleistungssektor absolviert: Heute gilt Köln auch als Medienmetropole und holt als Standort von Büroimmobilien im Wettbewerb mit Düsseldorf seinen Rückstand zunehmend auf.

Köln zählt zu den großen Universitätsstädten; die ca. 85.000 eingeschriebenen Studierenden machen einen Bevölkerungsanteil von etwa 8,5 Prozent aus. Mit einem Ausländeranteil von 17,2 % (175.515 Menschen, Stand: Ende 2004) ist Köln zudem ein traditionsreicher multikultureller Schmelztiegel, der eine der größten türkischen Gemeinden Deutschlands beherbergt. Die Vielfalt an kulturellen, religiösen und ethnischen Gruppen wird wie in vielen derartigen Großstädten von einem hohen Maß an Toleranz und Liberalität in weiten Teilen der Bevölkerung begleitet. So gilt die Stadt auch als ein Zentrum schwul-lesbischer Kultur.


Geografie
 
Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Damit ist Köln flächenmäßig nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Großstadt Deutschlands. Berücksichtigt man auch kleinere Städte, so ist Köln nach Berlin, Hamburg und Wittstock/Dosse die flächenmäßig viertgrößte Stadt Deutschlands.

Köln liegt 50° 56′ 33" nördlicher Breite und 6° 57′ 32" östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (im Königsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel.
 
 
Geschichte
 
Köln ist die älteste der deutschen Großstädte: Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ das "Oppidum Ubiorum" (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania Inferior. Um 80 n. Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Aus dem lateinischen "Colonia", das in den meisten romanischen Sprachen weiterhin als Name für Köln fungiert (it. und sp. Colonia, port. Colônia, kat. Colònia) entwickelte sich über "Coellen", "Cöllen", "Cölln" der heutige Name Köln und der niederländische Name Keulen.
 
Auch im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging es anschließend im Reich Chlodwigs auf, bewahrte aber starke Eigenständigkeit im Gebiet der Ripuarier. Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Lauf des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karolingischer Zeit war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Byzantinischen Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die den romanischen Kirchenbau einläuteten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender, auch politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Die Überführung der Gebeine der "Heiligen drei Könige" (siehe Dreikönigsschrein) von Mailand nach Köln durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machten die Stadt zu einem Pilgerziel ersten Ranges. Köln wurde im Hochmittelalter größte Stadt Deutschlands, so dass auch die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten: Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. Juli und 18. August 1180) wurde die damals weiträumigste Stadtmauer Deutschlands mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer gebaut und etwa 1225 fertig gestellt. Sie war gewaltiger als die fast zur gleichen Zeit errichtete Mauer König Philipp II. Augustus' in Paris. Die 12 Tore (7 gewaltige Doppelturmtorburgen (erhalten Eigelsteintor und Hahnentor, 3 riesige Turmtorburgen (erhalten das Severinstor) und zwei kleinere Doppelturmpforten (siehe Ulrepforte)) – in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert – sollten an das „himmlische Jerusalem“ erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung „Sancta“ im Stadtnamen: „Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia“ — Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248.

Im Jahre 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zu dem Wohlstand der Kölner Bürgerschaft beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht bei Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Ab 1500 gehörte Köln zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis.
 
1582 sagte der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg sich von der katholischen Kirche los und heiratete die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld. Er wurde von Papst Gregor XIII. exkommuniziert, und der verlässliche katholische Ernst von Bayern wurde zu seinem Nachfolger bestimmt - u.a. deshalb, weil ein protestantischer Kölner Erzbischof die katholische Mehrheit im Kurfürstenkollegium gekippt hätte. Es kam zum Kölner Krieg (auch Truchsessischer Krieg), der von 1583 bis 1588 dauerte und in dessen Verlauf Deutz, Bonn und Neuss verwüstet wurden. Der Krieg gab in seiner Zerstörungskraft einen Vorgeschmack der kommenden konfessionellen Auseinandersetzungen in Deutschland.
 
Der Dreißigjährige Krieg ließ die Stadt unversehrt. Dies lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig.
 
Mit dem Einzug der französischen Truppen 1794 während der Französischen Revolution endete die Geschichte des „Heiligen Köln“. Wie das gesamte linksrheinische Gebiet wurde die Stadt Bestandteil der französischen Republik Frankreich und 1798 in das Roerdepartement eingegliedert, dessen Hauptstadt Aachen war. Viele Kölner Bürger begrüßten die französischen Revolutionstruppen als Befreier, am Neumarkt wurde ein Freiheitsbaum errichtet. Die bis dahin benachteiligten Juden und protestantische Christen wurden gleichgestellt. Trotz der oft drückenden Kontributionen blieben die Bürger auch loyal zum Kaiserreich Napoleons, der die Stadt 1804 besuchte. Im Jahre 1815 wurde die Stadt Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen einverleibt. Köln wurde nicht zuletzt wegen des Engagements der Kölner Bankhäuser im Laufe der folgenden Jahrzehnte nach Berlin zur wichtigsten Stadt in Preußen. Im Jahre 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers der Bau des Kölner Doms abgeschlossen - zumindest vorübergehend, denn auch heute noch sind Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und wegen Umweltschäden am Gestein erforderlich. Weil diese Arbeiten wohl nie abgeschlossen werden, wird der Dom auch als "die ewige Baustelle" bezeichnet, was Heinrich Heine schon 1844 persiflierte: Er ward nicht vollendet – und das ist gut. - Denn eben die Nichtvollendung - Macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft - Und protestantischer Sendung.

Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich die übervolle Stadt nach dem Bau des äußeren Festungsrings durch Kauf und Schleifen der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Rayon erweitern. Die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt Nord, Köln-Neustadt Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für die Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont.
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch britische (nachts) und amerikanische (tagsüber) Flächenbombardements zu über 90 Prozent zerstört; die Einwohnerzahl sank von ehemals 800.000 bis zum Kriegsende auf rund 104.000 Einwohner (42.000 linksrheinisch am 4. April 1945, 62.000 rechtsrheinisch am 5. Mai 1945; 490 000 bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg am 29. Oktober 1946), die nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im April/Mai 1945 registriert wurden[3] . Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1.800 in- und ausländische Widerstandskämpfer in Kriegsendphasenverbrechen von den Nationalsozialisten ermordet.

Erst 1959 erlangte Köln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit.
 
Im Jahr 1975 erreichte Köln durch die Gebietsreform eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million und war für einige Zeit neben Berlin, Hamburg und München die vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der Ausgliederung Wesselings 1976 sank die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze.
 
Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg; sie waren daher überwiegend reformierter Konfession. Die heutige Altstadt bildete die freie Reichsstadt Köln, die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurfürstlichen Erzstifts Köln; beide blieben katholisch
 
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