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Webseitengestaltung Trier

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Trier, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Trier

Land: Deutschland
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche (km²): 117,14
Höhe (m ü. NN): 124,0
Einwohner: 99.843
Einwohner pro km²: 851
KFZ-Kennzeichen: TR
Postleitzahlen: 54290, 54292, 54293, 54294, 54295, 54296
Vorwahlen: 0651
Adresse der Verwaltung: Am Augustinerhof 54290 Trier
Website: http://www.trier.de
Die kreisfreie Stadt Trier (lux. Tréier, frz. Trèves, ital. Treviri, span. Tréviris lat. Augusta Treverorum, ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris), im Westen von Rheinland-Pfalz gelegen, ist Sitz einer Universität, einer Fachhochschule, einer Zivildienstschule der Verwaltung des Landkreises Trier-Saarburg, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, bis 1999 Bezirksregierung Trier) sowie einer römisch-katholischen Diözese (Bistum Trier).

Neben einer Reihe anderer Städte beansprucht auch Trier den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Trier liegt im moselfränkischen Sprachgebiet. Mit etwa 100.000 Einwohnern stand Trier nach Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz zusammen mit Kaiserslautern bis 2005 an vierter Stelle unter den Großstädten des Landes. Zum Stichtag 31. Dezember 2005 waren aber nur noch 99.843 Einwohner gemeldet. Nächstgrößere Städte sind Saarbrücken, etwa 80 km südöstlich und Koblenz, etwa 100 km nordöstlich. Hingegen liegt die luxemburgische Hauptstadt Luxemburg nur etwa 50 km südwestlich von Trier.
 
Trier bildet eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz. Trier ist neben Luxemburg, Metz und Saarbrücken, mit denen es sich zum Städtebund QuattroPole zusammengeschlossen hat, ein Oberzentrum der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland Pfalz-Wallonie.

 



Geografie
 
Trier liegt in der Mitte einer Talweitung des mittleren Moseltals mit dem Hauptteil am rechten Ufer des Flusses. Bewaldete und zum Teil mit Weinbergen besetzte Hänge steigen zu den Hochflächen des Hunsrücks im Süden und der Eifel im Norden an. Die Grenze zum Großherzogtum Luxemburg ist etwa 15 km entfernt.
 
Geschichte
 
Einer Sage nach soll Trebeta, der Sohn des Assyrerkönigs Ninus, Trier 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet haben. Darauf spielt die mittelalterliche Inschrift am Roten Haus am Trierer Hauptmarkt an: "ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS" (Vor Rom hat Trier eintausenddreihundert Jahre gestanden). Durch Funde im Stadtgebiet können Bandkeramische Siedlungen aus der älteren Jungsteinzeit nachgewiesen werden, die darauf hindeuten, dass im Trierer Tal schon im 3. Jahrtausend v. Chr. Menschen lebten. Jedoch kann man in dieser Zeit hier noch keine städtische Ansiedlung erwarten.
 
Nach gesicherten Quellen ist die Stadt Trier römischen Ursprungs: Zu Füßen eines 30 v. Chr. errichteten und nach wenigen Monaten wieder aufgegebenen Militärlagers auf dem Petrisberg gründen die Römer im Jahre 16 v. Chr. die Stadt Augusta Treverorum (Stadt des Augustus im Land der Treverer), den Hauptort der Provinz Belgica. Die Ehre, nach seinem Namen benannt zu werden, erhielten ansonsten nur Augsburg und Augst in der Nordschweiz. Unter Kaiser Claudius kam der Zusatz "Colonia" - "Colonia Augusta Treverorum".

Frühestens in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde Trier Bischofssitz; erster Bischof war Eucharius. Im Jahr 275 wurde Trier durch den Alamanneneinfall zerstört. Von 293 bis 395 war die nun Treveris genannte Stadt eine der Residenzen der römischen Kaiser im Westen (siehe auch Spätantike).

Unter der Herrschaft Konstantins des Großen (306–337) wurde die Stadt wieder aufgebaut und Gebäude wie die Palastaula (die heutige Konstantinsbasilika) und die Kaiserthermen errichtet. 326 wurden Teile der privaten Wohnpaläste der kaiserlichen Familie zu einer großen Doppelbasilika verändert und erweitert, deren Reste heute noch zum Teil im Bereich des Doms und der Liebfrauenkirche erkennbar sind. Ab 318 war Trier Sitz der Gallischen Präfektur, einer der zwei obersten Behörden im Westen des Römischen Reiches. 328 bis 340 residierte Kaiser Konstantin II. hier. Seit 367 war Trier unter Valentinian I. wieder Kaiserresidenz (bis zum Tode von Valentinian II. 392) und gleichzeitig die größte Stadt nördlich der Alpen. 407, kurz nach dem Einfall der Vandalen, Alanen und Sueben nach Gallien, wurde die Gallische Präfektur nach Arles an die Rhône verlegt. Im 5. Jahrhundert wurde Trier wiederholt, vermutlich um 413 und 421, von den Franken sowie 451 von den Hunnen unter Attila erobert. Um 475 wurde die Stadt endgültig fränkisch (siehe auch Arbogast der Jüngere).
 
Ende des 5. Jahrhunderts kam Trier unter die Herrschaft der Franken. Durch den Vertrag von Verdun Lothringen zugeschlagen, wurde es unter Heinrich I. 925 dem Ostfrankenreich einverleibt. Zunächst wurde die Stadt von Grafen, seit 902, als die Grafengewalt an die Erzbischöfe überging, vom Vogt des Erzstifts verwaltet; seit 1149 führt sie ein Siegel. Seit dem 10. Jahrhundert strebte Trier danach, reichsunmittelbar zu werden. 1212 erhielt die Stadt von Kaiser Otto IV. einen Freibrief, den Konrad IV. bestätigte. 1309 musste sie jedoch erneut die Gerichtsbarkeit des Erzbischofs anerkennen, der damals der bedeutende Balduin von Luxemburg war (siehe auch Kurfürstentum Trier). Ihr Status als erzbischöfliche Stadt wurde 1364 von Kaiser Karl IV. und 1580 vom Reichskammergericht bestätigt; das Streben nach der Reichsunmittelbarkeit scheiterte allerdings 1583 endgültig. Bis zum Ende des alten Reichs blieb die Stadt Hauptstadt - wenn auch nicht Residenz - des nach ihr benannten Kurstaats. An ihrer Spitze stand ein Schöffengericht, das 1443 vom Erzbischof Jakob I. durch Einsetzung zweier Bürgermeister ergänzt wurde.

Nachdem Ende des 10. Jahrhunderts zunächst der Dombering befestigt worden war, befestigten Erzbischof Theoderich I. und sein Nachfolger Arnold II. im 13. Jahrhundert die Stadt durch Mauern. Der Gürtel, der dem heutigen Alleenring entsprach, umfasste etwa 138 Hektar.
 
Im Jahr 1473 kamen Kaiser Friedrich III. und Herzog Karl der Kühne von Burgund in Trier zusammen. Im gleichen Jahr wurde in Trier eine Universität gestiftet, die 1797 aufgehoben wurde.
 
Im 17. Jahrhundert verlegten die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier ihre Residenz in das Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein bei Koblenz.
 
1512 fand in Trier ein Reichstag statt, auf welchem die Einteilung der Reichskreise endgültig festgelegt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Trier zweimal erobert, 1634 von den Spaniern, am 18. November 1645 von den Franzosen unter Turenne. Französische Truppen nahmen die Stadt auch 1674, 1688 und auf längere Dauer 1794 ein. 1801 kam sie an Frankreich und wurde Hauptstadt des Département Saar. 1814 fiel Trier an Preußen.
 
Ab September 1944 war die Stadt nicht mehr weit vom Frontverlauf entfernt und wurde fast täglich von amerikanischer Artillerie beschossen. Im Dezember 1944 gab es drei schwere Luftangriffe der Alliierten auf Trier. Am 19. Dezember lassen gegen 15:30 Uhr 30 britische Lancaster-Bomber 136 Tonnen Sprengbomben über der Stadt niedergehen. Zwei Tage später am 21. Dezember 1944 gegen 14:35 werden von 94 Lancaster-Bombern und 47 amerikanischen Jagdbombern 427 Tonnen Bomben (Spreng-, Brand- und Napalmbomben) abgeworfen. Wiederum zwei Tage später am 23. Dezember werden 700 Tonnen Bombenlast auf die Stadt abgeworfen. Nach Recherchen des Heimatforschers Adolf Welter sind mindestens 420 Menschen bei diesen Dezember-Angriffen in Trier ums Leben gekommen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Während des Krieges wurden 1600 Häuser völlig zerstört. Am 2. März 1945 fiel die Stadt ohne schwere Kämpfe in die Hände der Alliierten. Seit 1946 gehört Trier zum Land Rheinland-Pfalz.
 
Ende April 1969 wird an der Porta Nigra die Römerstraße freigelegt. Kurz darauf, am 12. Mai 1969 wird das Wildfreigehege im Weisshauswald eröffnet. Im Jahr 1970 wird die Universität, zunächst als Teil der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern, eröffnet. Die Entwicklung Triers zur Universitätsstadt schreitet am 1. April 1974 durch die Eröffnung des Studentenwohnheims Martinskloster weiter voran. Im Jahr 1975 wird die Universität dann verselbstständigt. 1971 wurde aus den Vorgängerinstituttionen Staatlichen Ingenieurschule für das Bau- und Maschinenwesen Trier und der Werkkunstschule Trier die Abteilung Trier der Fachhochschule Rheinland-Pfalz gegründet. Seit 1996 ist sie als Fachhochschule Trier eine eigenständige Fachhochschule.

Weitere wichtige Ereignisse in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts sind die Einstellung der 99jährigen "Trierische Landeszeitung" am 31. März 1974 und die Wiedereröffnung des restaurierten Domes am 1. Mai desselben Jahres.

Vom 24. Mai bis 27. Mai 1984 feiert Trier offiziell das 2000-jährige Stadtjubiläum. 1986 wurde das römische Trier (Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinsbasilika, Igeler Säule, Porta Nigra, Römerbrücke), der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Ein weiteres Kulturerbe ist die Kirche St. Paulin, nach Plänen von Balthasar Neumann. Bei Arbeiten zum Bau einer Tiefgarage im Oktober 1988 werden unter dem Viehmarkt Reste einer römischen Wandmalerei entdeckt. Am 5. November wird dann die Sternwarte Trier offiziell eingeweiht. Am 9. September 1993 wird bei Ausschachtungsarbeiten für eine weitere Tiefgarage nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2558 römischen Goldmünzen gefunden. Er hat einen geschätzten Wert von 2,5 Millionen Euro.
 
Vom 22. April bis 24. Oktober 2004 fand die Landesgartenschau auf dem Petrisberg statt, die von 724.000 Gästen besucht wurde. Einen weiteren Fund römischer Zeugnisse machte man im April 2006, als bei Abbrucharbeiten in der Innenstadt Reste von Gebäudemauern gefunden wurden.
 
 
 
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