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Webseitengestaltung Augsburg

Webseitengestaltung für schöne Internetseiten!
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Augsburg, Bayern, Deutschland

Augsburg

Land: Deutschland
Bundesland: Bayern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche (km²): 146,93
Höhe (m ü. NN): 503,0
Einwohner: 263.804
Einwohner pro km²: 1.795
KFZ-Kennzeichen: A
Postleitzahlen: 86150-86199
Vorwahlen: 0821
Adresse der Verwaltung: Maximilianstraße 4 86150 Augsburg
Website: http://www.augsburg.de
Augsburg liegt am Lech, der zirka 150 km südwestlich in Tirol entspringt und 40 km nördlich in die Donau mündet. Der älteste Teil Augsburgs sowie die südlichen Stadtteile liegen auf dem nördlichen Ende einer Hochterrasse. Die Terrasse entstand zwischen dem steilen Hügelrand von Friedberg im Osten und den hohen Riedeln des westlichen Hügelrandes, zwischen den Talauen der Alpenflüsse Lech und Wertach, die sich im Norden der Stadt vereinigen.

Geografie
 
Augsburg ist eine Dreiflüssestadt. Der größte ist der Lech, in den die Wertach nördlich des Landschaftsschutzgebiets Wolfzahnau mündet.
 
Durch die Stadt fließt ein weit verzweigtes künstliches Bachsystem:
Der Fabrikkanal, in den die Singold, der dritte Augsburger Fluss, mündet, wird in Göggingen von der Wertach abgeleitet und fließt als Wertachkanal, Holzbach bzw. Senkelbach nach Norden und gelangt nördlich der Ballonfabrik Augsburg zurück in die Wertach.
 
Am Hochablass werden der Hauptstadtbach und der Neubach vom Lech abgeleitet, die sich nach wenigen hundert Metern wieder vereinigen, um kurz flussabwärts in den nach Norden fließenden Herrenbach (flussabwärts Proviantbach mit seinen Ab- und Zuleitungen Hanreibach und Fichtelbach) und den nach Westen geleiteten Kaufbach zu gabeln. Der Kaufbach wiederum speist den Schäfflerbach und die Stadtgräben und Innenstadtkanäle, die nach Norden fließend sich auf dem Gelände der UPM Kymmene wieder vereinen und als Stadtbach im westlichen Bereich der Wolfzahnau wieder mit dem Proviantbach zusammenfließen, um wenige Meter vor der Wertachmündung in den Lech zu gelangen.

Im Süden erstreckt sich das Lechfeld, eine nacheiszeitliche Schotterebene zwischen den beiden Flüssen. Im Bereich des Lechfeldes konnten sich seltene Urlandschaften erhalten. Der Augsburger Stadtwald und die Lechtalheiden zählen heute zu den artenreichsten mitteleuropäischen Lebensräumen.
 
An Augsburg grenzt der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder, ein großes Waldgebiet. Das Stadtgebiet ist auch stark begrünt, wofür Augsburg 1997 den europaweiten Preis als „Grünste und lebenswerteste Stadt“ erhielt. Die Stadt ist der größte kommunale Waldbesitzer in Bayern, drittgrößter in Deutschland.
 
Geschichte
 
Als Gründungsjahr von Augsburgs gilt 15 v. Chr.. In diesem Jahr wurde auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Oberhausen unter Führung der beiden Stiefsöhne Kaiser Augustus, Drusus und Tiberius, ein Legionslager errichtet, das später auch als Nachschubdepot diente. Augsburg ist diesem Gründungsdatum zufolge nach Trier die zweitälteste Stadt Deutschlands und neben Trier die größte römische Siedlung nördlich der Alpen.
 
In Anlehnung an die vor der Zeitenwende entstandenen Lager bildete sich im ersten Jahrhundert die Siedlung Augusta Vindelicorum, der Kaiser Hadrian im Jahr 121 n. Chr. das römische Stadtrecht verlieh. Augsburg war ab etwa 95/100 n. Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis nach Oberitalien erstreckte. Es ist unbekannt wann genau Augsburg Provinzhauptstadt wurde. Der archäologische Befund deutet darauf hin, dass Kempten im Allgäu (Cambodunum) noch bis ins späte erste Jahrhundert n. Chr. diese Funktion hatte.
 
Neuen Forschungen zufolge wurde der Neckar-Odenwald-Limes erst im Jahre 98 n. Chr. unter Kaiser Trajan angelegt, zeitgleich mit dem für dieses Jahr gesicherten (Aus-)Bau der römischen Fernstraße Mainz-Bad Cannstatt-Augsburg. Ein Zusammenhang dieser beiden strategischen Bauprojekte mit der Verlegung der Hauptstadt der Provinz Rätien von Kempten nach Augsburg liegt nahe, ist aber bisher nicht positiv belegt (vgl. Kinzigtalstraße).
 
Nach der Teilung der römischen Provinz Raetia im Jahr 294 n. Chr. wurde Augsburg Hauptstadt der Provinz Raetia Secunda. Mit dem Ende der römischen Herrschaft um 450 n. Chr. fielen ab dem 5. Jahrhundert die Alemannen in Augusta Vindelicorum ein. Das Weiterbestehen der Siedlung ergibt sich aus der Erwähnung der Wallfahrt zum Grab der Heiligen Afra in der von Venantius Fortunatus (gest. nach 600 in Poitiers) im Jahr 565 veröffentlichten metrischen Vita sancti Martini (MGH auct. ant. IV 1/2), Vers 642.
 
Schon in der Spätantike war Augsburg Bischofssitz. In die Zeit um 300 fällt die Legende einer der Stadtheiligen, der Heiligen Afra, sowie Überlieferungen über einen Bischof Narzissus.
 
Etwas südlich der Bischofsstadt bildete sich im 12. Jahrhundert eine Kaufmannssiedlung. Südlich Augsburgs wurde auf dem Lechfeld 955 Geschichte geschrieben, als Kaiser Otto I. - mit Hilfe des Bischofs Ulrich von Augsburg - die westwärts strebenden Ungarn besiegte.
 
Im Jahr 1156 erhielt Augsburg das Stadtrecht durch Kaiser Friedrich Barbarossa. Ab 1251 ist das Recht der Stadt auf Führung eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger belegt. König Rudolf von Habsburg verlieh der Bischofsstadt und Kaufmannsstadt 1276 die Reichsfreiheit (Freie Reichsstadt). In der Folge wird Augsburg von den Patriziern beherrscht. 1368 Aufstand der Handwerker und Einführung einer Zunftverfassung. 1540 Gründung der Augsburger Börse. Die Zünfte sind bis 1547 an der Stadtregierung beteiligt.
 
1379 Beitritt Augsburgs zum Schwäbischen Städtebund (dieser zerfällt 1388).
 
1469–1478 Zunftdiktatur des Ulrich Schwarz, der 1478 hingerichtet wird.
 
Danach war Augsburg vom Beginn der Neuzeit bis zum Ende der Renaissance ein bedeutendes Zentrum der Wirtschaft und des Handels. Bekannte Namen aus dieser Zeit sind die Kaufmannsfamilien der Fugger und Welser.
 
Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. Auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 formulierte Philipp Melanchthon mit dem Augsburger Bekenntnis die Bekenntnis- und Gründungsurkunde der Lutherischen Kirche.
 
In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 eine bedeutende Täufergemeinde. Bekannt geworden ist vor allem die Augsburger Märtyrersynode 20. bis 24. August 1527, eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Täuferkreise. Die meisten der Synodalen starben später als Märtyrer für ihre Überzeugungen.
 
Am 22. Juli 1534 wurde vom Großen Rat beschlossen, dass nur vom Rat "installierte" Prädikanten in der Stadt predigen durften. Der katholische Gottesdienst wurde auf die acht Kirchen der Stifte eingeschränkt. Kleinere Kirchen und Klosterkirchen wurden geschlossen. Mit diesem Religionsmandat nahm der Rat formal die Kirchenhoheit der Stadt in Anspruch.
 
Im Jahr 1548 veranlasste Kaiser Karl V. eine neue patrizische Stadtverfassung und erließ das Augsburger Interim. Mit der neuen Stadtverfassung führte Augsburg ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem ein (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten, - siehe Paritätische Reichsstadt). Der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden 1555 beruhigte auch in der Stadt das Zusammenleben der Bürger.
 
1584 wurde in Augsburg der Gregorianische Kalender eingeführt.
 
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Augsburg am 20. April 1632 von der schwedischen Armee eingenommen. An diese Zeit erinnert der Schwedenturm mit dem Standbild des Stoinerner Mo und die Schwedenstiege, als Teile der Augsburger Befestigungsanlage.
 
Am 13. Dezember 1703 wird Augsburg im Spanischen Erbfolgekrieg durch bayerische Truppen unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel besetzt, die es 1704 wieder räumen müssen.
 
1784/1785 kam es zu Weberunruhen und am 29.01.1794 zum Weberaufstand. Den Hintergrund des Streites bildete die aufkommende Textilindustrie mit ihren Kattunmanufakturen, welche das Weberhandwerk bedrohten.
 
Augsburg wurde bis zur Besetzung durch bayerische Truppen 1805 durch sieben Patrizierfamilien regiert.
 
Bereits 1771 entstand mit der Schüleschen Kattunfabrik, errichtet von Johann Heinrich Schüle, die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent.
 
Durch den Friedensvertrag von Pressburg (26. Dezember 1805) verlor Augsburg, das bereits am 21. Dezember von bayerischen Truppen besetzt worden war, die Reichsfreiheit und fiel an Bayern. Ab 1809 erhielt die Stadt einen eigenen Polizeidirektor. Damit unterstand die Stadt direkt der Kreisverwaltung. Später bezeichnete man solche Städte als "kreisfrei".
 
1862 entstand das Bezirksamt Augsburg, aus dem später der Landkreis Augsburg hervorging. Dieser wurde bei der Kreisreform 1972 mit dem ehemaligen Landkreis Schwabmünchen, einem Teil des ehemaligen Landkreises Wertingen und einigen Orten der Landkreise Donauwörth und Neuburg an der Donau vereinigt. Seine heutige Ausdehnung erhielt der Landkreis Augsburg mit der Ausgliederung der Gemeinde Baar (Schwaben) zum Landkreis Aichach-Friedberg im Jahr 1994. Augsburg blieb Sitz des Landkreises, die Stadt selbst stets kreisfrei.
 
Im 19. Jahrhundert erlangte Augsburg noch einmal Bedeutung als Zentrum der Textilindustrie und des Maschinenbaus (MAN = Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg). Mit der Allgemeinen Zeitung von Johann Friedrich Cotta erschien in Augsburg die bedeutendste deutsche Tageszeitung dieser Zeit. Seit 1927 hat die Messerschmitt AG hier ihren Hauptsitz.
 
Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP in Augsburg 32,3 % der Stimmen. Mit Beginn der "Nationalen Revolution in Bayern" am 9. März begann der Terror gegen politische Gegner auch in Augsburg. Ende März 1933 wurde der 1929 gewählte Stadtrat aufgelöst und anhand der Ergebnisse der Reichstagswahl vom 5. März neu besetzt, jedoch ohne die Stadträte der KPD. Im Mai verließ die SPD, die schon vorher von fast allen städtischen Ausschüssen ausgeschlossen war, auf Druck der Nationalsozialisten den Stadtrat, am 5. Juli die BVP. Die Abgeordneten der DNVP schlossen sich der Fraktion der NSDAP an.
 
In der Stadtratssitzung vom 28. April wurde der 2. Bürgermeister der SPD, Ackermann, formell pensioniert und Joseph Mayr (NSDAP), der das Amt schon vorher kommissarisch innehatte, zum neuen 2. Bürgermeister gewählt. Am 31. Juli schließlich wurde der Oberbürgermeister Dr. Otto Bohl (BVP) entlassen und auf der Stadtratssitzung am 3. August durch Dr. Edmund Stoeckle (NSDAP) ersetzt. Die Machtübernahme in der Stadt war damit abgeschlossen.
 
Schon am 9. März wurden kommunistische Funktionäre in "Schutzhaft" genommen. Richteten sich die Verhaftungen zunächst gegen Kommunisten und Sozialdemokraten, gerieten schnell auch Juden und andere missliebige Personen, wie auch Abgeordnete der BVP, in Haft.
 
Synagoge an der HalderstraßeAuch der Brand der Augsburger Sängerhalle (Ludwigsbau) am 30. April 1934 war Anlass einer Verhaftungswelle.
 
Am Morgen des 10. November 1938 brannte die 1917 erbaute Synagoge an der Halderstraße, in der Folge wurden auch jüdische Geschäfte und Privatwohnungen verwüstet.
 
Der SPD-Landtagsabgeordnete Clemens Högg kam in der NS-Gewaltherrschaft zu Tode. Auch Widerstandskämpfer wie Bebo Wager büßten mit ihrem Leben.
 
Augsburg erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Bei einem verheerenden Bombenangriff der Britischen Luftwaffe in der Nacht vom 25. Februar auf den 26. Februar 1944 wurde große Teile der Augsburger Innenstadt zerstört. Bilanz des Bombardements mit 300.000 Brandbomben: 730 Tote und über 1300 Verletzte. Danach verließ fast die Hälfte der Bevölkerung die Stadt. Einheiten der 7. US-Armee rückten schließlich am 28. April 1945 in Augsburg ein.
 
Nach dem Krieg wurde Augsburg bis 1998 zu einem Stützpunkt der US-Armee.
 
 
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