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Kaiserslautern |
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Land: |
Deutschland |
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Bundesland: |
Rheinland-Pfalz |
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Landkreis: |
Kreisfreie Stadt |
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Fläche (km²): |
139,72 |
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Höhe (m ü. NN): |
245,0 |
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Einwohner: |
98.470 |
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Einwohner pro km²: |
705 |
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KFZ-Kennzeichen: |
KL |
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Postleitzahlen: |
67601 - 67663 |
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Vorwahlen: |
0631, 06301 |
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Adresse der Verwaltung: |
Willy-Brandt-Platz 1
67653 Kaiserslautern |
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Website: |
http://www.kaiserslautern.de |
Kaiserslautern ist eine Industrie- und Universitätsstadt am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises Kaiserslautern. Bekannt ist Kaiserslautern unter anderem durch seinen Fußballclub 1. FC Kaiserslautern und durch seine international als positiv bewertete Rolle als einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2006.
Geografie
Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises Kaiserslautern. Bekannt ist Kaiserslautern unter anderem durch seinen Fußballclub 1. FC Kaiserslautern und durch seine international als positiv bewertete Rolle als einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2006.
Kaiserslautern liegt 233 Meter über dem Meer am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Kaiserslauterer Becken. Die Stadt wird im Süden und Osten von bewaldeten Höhen wie dem Humberg oder dem Kahlenberg und im Norden vom Rothenberg umrahmt und dehnt sich im Westen in das Landstuhler Bruch aus, das im Süden von der Sickinger Höhe begrenzt wird.
Die Stadt wird von der Lauter durchflossen, die im Stadtinneren jedoch unterirdisch geführt wird. Die nächsten größeren Städte sind Ludwigshafen am Rhein, etwa 70 km östlich, Mainz etwa 80 km nordöstlich und Saarbrücken etwa 70 km westlich.
Kaiserslautern befindet sich auf einem Rotsandsteingebirge, welches ursprünglich von Muschelkalksedimenten überlagert war. Diese Sedimente wurden später jedoch ausgewaschen und im Westrich abgelagert.
Geschichte
Der Raum um Kaiserslautern ist seit der Jungsteinzeit (Bandkeramische Kultur, 6./5. Jahrtausend v. Chr.) besiedelt, auch römische Besiedlung ist nachweisbar. Um 830 wurde die "Villa Luthra" (von althochdeutsch luttar, „klar, hell“ und aha, „Wasser“) im Lorscher Reichsurbar erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1152 ließ Barbarossa hier eine Pfalz errichten, weshalb Kaiserslautern bis heute als Barbarossastadt gilt. Ein Jahrhundert später, 1276, verlieh Rudolf von Habsburg dem Ort Lautern die Stadtrechte. Im Jahr 1375 wurde die jetzt „Kaiserslautern“ genannte Stadt an die Kurpfalz verpfändet und damit kurpfälzische Oberamtsstadt.
Nach 1571 ließ Johann Casimir neben der Barbarossaburg ein Schloss bauen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt mehrfach umkämpft und besetzt. 1688 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg und danach im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 erneut durch die Franzosen besetzt, Schloss und Burg wurden daraufhin gesprengt. Nach den Napoleonischen Kriegen kam Kaiserslautern 1801 unter französische Herrschaft und wurde Sitz einer Unterpräfektur. Nach den Befreiungskriegen wurde die Pfalz 1816 und damit auch Kaiserslautern bayerisch. In der Revolution von 1849 residierte in der Fruchthalle eine "Provisorische Regierung", die die Unabhängigkeit der Pfalz von Bayern proklamierte.
Nach 1850 entwickelte sich Kaiserslautern zu einer Industriestadt. Durch die Gründung von Einrichtungen wie der Kammgarnspinnerei und der Nähmaschinenfabrik Pfaff entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Industriestandort der Pfalz.
Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Stadt unter französischer Verwaltung (bis 1930), wogegen sich 1923/24 Separatistenunruhen erhoben.
Im März 1933 begann die nationalsozialistische Zeit in Kaiserslautern. Im August 1938 wurde die Synagoge abgerissen. Die letzten in Kaiserslautern lebenden Deutschen jüdischen Glaubens wurden am 22. Oktober nach Gurs deportiert (Wagner-Bürckel-Aktion) . Nur wenigen gelang von dort die Flucht. Viele starben an Hunger und Krankheiten. Im August 1942 wurden Transporte in die Gaskammern von Auschwitz und Lublin-Majdanek zusammengestellt.
Im Zweiten Weltkrieg kam es ab 1940 immer wieder zu massiven Luftangriffen, die Bevölkerung wurde mehrmals evakuiert. Bei mehreren Großangriffen 1944/45 wurde die Stadt weitgehend zerstört. Am 20. März 1945 wurde die Stadt durch die Amerikaner eingenommen, was den Krieg für Kaiserslautern beendete.
Die Nachkriegszeit ist durch verkehrsgerechten Wiederaufbau der Stadt und Zuzug Tausender Vertriebener gekennzeichnet. Zugleich wurde der Raum Kaiserslautern zur größten US-amerikanischen Garnison außerhalb der USA. Die Eingemeindung umliegender Ortschaften bewirkte, dass Kaiserslautern 1969 zur Großstadt wurde. 1970 wurde die Universität gegründet.
Die zunächst wiederaufblühende Industrie, die sich z. B. 1966 durch die Ansiedlung von Opel zeigte, war jedoch durch die militärische Nutzung großer Flächen in ihren Entwicklungsmöglichkeiten gehemmt, in den 1970er-Jahren kam die Industrie in die Krise. So folgten 1981 der Konkurs der Kammgarnspinnerei, Entlassungen bei Pfaff, Opel usw. Weitere Probleme entstanden durch die Verkleinerung der amerikanischen und den Abzug der französischen Garnison. Heute sieht sich Kaiserslautern, unterstützt durch Konversionsprojekte des Landes, auf dem Weg zu einer "Wissenschafts- und IT-Stadt". Ein erfolgreiches Projekt in diesem Zusammenhang ist die Einrichtung des sog. PRE-Parks.
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